Häftling bedroht Häftling mit dem Umbringen: Freispruch

Unschöne Szenen sollen sich kürzlich in der Strafhaft in Wien abgespielt haben: Ein

Gefangener soll seinen Kollegen aufgefordert haben, ihm seine Tablettenration zu
überlassen, was dieser ablehnte. Daraufhin soll es Prügel und Morddrohungen gesetzt
haben. Es folgten Strafanzeige und Anklage vor dem Landesgericht für Strafsachen Wien
wegen schwerer Nötigung.

In der Hauptverhandlung fiel auf, dass es keinerlei sichtbare Verletzung des Bedrohten gab.
Auch hatte der Angeklagte (verteidigt von Mag. Friis) eine Erklärung parat, warum sein
Zellenkollege die ganze Geschichte erfunden habe: Die Freundin des Bedrohten sitzt in der
selben Anstalt ein und wollte der Bedrohte in eine Zelle verlegt werden, von der aus er mit
seiner Frau über die Fenster reden konnte.

Dem Richter war die Suppe zu dünn und er sprach den Angeklagten frei.

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