Förderungen vom AMS erschwindelt: Schaden EUR 86.000,00: Trotz Strafrahmen von bis zu 10 Jahren unbedingter Haft gab es lediglich bedingte Haftstrafen für die Angeklagten

Prozess: Förderungen vom AMS erschwindelt

Wien-Umgebung: Eine Consulting-Firma muss 86.000 € an das
Arbeitsmarktservice zurückzahlen.

Reumütig zeigten sich die Angeklagten, die das AMS um 86.000 Euro betrogen haben, nun
vor Gericht. Verlockende Gelegenheit oder schwerer Betrug? Eine Marketing-Firma aus dem
Bezirk Wien-Umgebung soll dem AMS rund 86.000 Euro Fördergelder für fingierte
Schulungen herausgelockt haben.
"Zeit- und Stressmanagement", "Kundenumgang" oder "Arbeitsplanung" stand auf den
Kursunterlagen, die das junge Consulting-Unternehmen verteilte. Angeblich genoss der
Firmenchef, ein EDV-Techniker aus Wien das Vertrauen eines Kommerzialrates, dem
mehrere Unternehmen im Raum Schwechat wirtschaftlich zuzurechnen sind.

Schwerer Betrug
Der Jungunternehmer musste sich gestern gemeinsam mit seinen beiden Mitarbeitern,
einem Ehepaar aus dem Bezirk Wr. Neustadt, wegen schweren Betruges und Untreue vor
den Korneuburger Richtern Karin Santa und Manfred Hohenecker verantworten.
Die drei Angeklagten legten reumütige Geständnisse ab. "Man wollte nicht in Profi-Manier
das AMS ausnehmen, man hätte nur früher erkennen müssen, dass die Kurse nicht
stattfinden können", rechtfertigte Verteidiger Roland Friis die "Mogelei". Die Kurse wären nur
wegen erhebliche Terminschwierigkeiten ausgefallen. Urteile: zwischen einem Jahr und 18
Monaten, sowie die Weisung zur Schadenswiedergutmachung.

Artikel vom 18.01.2008 10:00 | KURIER |
http://www.kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/122688.php

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