Praterstern: Justiz verhöhnt Prügelopfer

Mit seinem Bruder geriet der 25-Jährige eines Samstagnachtmittags mit bis zu 30 afghanischen Dealern in Streit – weil er keine Drogen kaufen wollte. Wie ÖSTERREICH damals berichtete, flüchteten die Angreifer, als die Polizei vor Ort eintraf – doch Bernhard T. war so in Rage, dass der Schwerverletzte, der nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden konnte, auf die Polizei losging. Dabei verletzte er zwei Beamte leicht und trat gegen den Streifenwagen – für die Reparatur wurde ihm jetzt ein Zahlungsschein über 1.560,90 Euro zugestellt.

Hinweis im Begleitschreiben: Schadensgutmachung stelle einen Milderungsgrund beim Verfahren wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt dar. Die Ermittlungen gegen Bernhard T. werden auf jeden Fall weitergeführt. Ganz anders die Attacken der Afghanen (immerhin wurden vier ausgeforscht) gegen ihn – die wurden, so ein Schreiben der Staatsanwaltschaft, samt und sonders eingestellt. Bernhards Anwalt Roland Friis: „Das ist eine totale Frechheit. Wir werden jedes Rechtsmittel dagegen ergreifen.“ (kor)

Quelle: oe24.at

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