Einbrecherkönig ging erstmalig in seinem Leben vor Gericht frei ! Haarsträubende, aber effektive Strafverteidigung mündet in einem Freispruch !

Einbrecherkönig ging vor Gericht frei Urteil:
Mit 70 Jahren zum ersten Mal “nicht schuldig”.

Eine Premiere feierte am Dienstag der Wiener “Einbrecherkönig” Ernst Walter Stummer. In seinem 70. Lebensjahr – fast die Hälfte davon hat er im Gefängnis verbracht – wurde er im Wiener Straflandesgericht erstmals freigesprochen. Ein Schöffensenat fand die Beweislage nicht ausreichend, um ihn wegen eines Einbruchs in ein Sportgeschäft zu verurteilen, bei dem eine Jacke, Polos und zehn Wind-Shirts erbeutet worden waren.

18 Vorstrafen weist Stummers Strafregister auf. Mittlerweile habe er seine Einbrecherkarriere abgeschlossen. Ruhegenussanspruch hat der 69-Jährige keinen erworben, da ihm seine Haftzeiten nicht auf eine Pension angerechnet werden. Daher ist Stummer offiziell arbeitslos, bekommt eine Wohnbeihilfe, “und nebenbei gebe ich ein Single-Magazin für Vorbestrafte und ein Sicherheitsmagazin heraus, aber so was, was die Polizei net macht, sondern ans aus der Sicht des Täters”, erzählte er bereitwillig dem Gericht. Folg Dezember 2006 schräg vis-à-vis von seinem Büro nichts zu tun, schwor Stummer. Am Tatort blieb eine Zange zurück, an der sich DNA-Spuren Stummers fanden. “Es war höchstwahrscheinlich meine Zange”, erkannte dieser dann auch im Grauen Haus. In seinem Büro verwahre er allerdings “a ganze Menge Werkzeug”. Dieses verborge er mitunter “an nicht ganz zuverlässige Personen”. Außerdem empfange er regelmäßig Besuch, beispielsweise von Rumänen und Moldawiern, die vorgeben würden, an seinen Magazinen mitarbeiten zu wollen.

Verteidiger Roland Friis hatte weitere Argumente
im Köcher. Sein Mandant sei lange genug im “Geschäft”, um niemals in ein gesichertes Geschäft einzudringen. Das am Tatort vergessene Werkzeug benütze “kein halbwegs vernünftiger Einbrecher”, so Friis. Außerdem hätte Stummer mit Sicherheit Handschuhe verwendet, um keine Spuren zu hinterlassen. Stummer eine “derart stümperhafte Vorgangsweise” zu unterstellen, sei fast schon eine Beleidigung, gab der Verteidiger sinngemäß zu bedenken. Der Senat ließ sich davon überzeugen. Der Freispruch ist rechtskräftig.

(Quelle: http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3941&Alias=wzo&cob=310802 )

No Comments Yet.

Leave a comment

You must be Logged in to post a comment.